Designing Mobile Learning

The new issue of eLearning Papers on Mobile Learning has just been published. I am very glad that our paper on designing mobile learning in international and interdisciplinary students groups has been included in this special edition, which focuses on:

(…) on mobile technology applications and their potential to enhance learning within the broad-spectrum of education and training. The articles clearly demonstrate that mobile learning is moving beyond its early infancy. This latest expansion is accelerated by the increasing penetration of smart phones and the ecosystems that they have enabled. In this environment, the student population has become more diffuse, but also more connected.

Our paper reports on an international collaboration in which students from different universities designed and developed mobile learning applications, working together in interdisciplinary teams using social and mobile media. We describe the concept, process and outcomes of this collaboration including the challenges of designing and developing mobile learning applications in virtual teams. Here is the reference and the link:

Buchem, Ilona; Reinhardt, Wolfgang; van Treeck, Timo; Leiba, Moshe; Perl, Alexander (2012). Designing and Developing Mobile Learning Applications in International Student Teams. eLearning Papers, Mobile Learning, December 2012. Link to PDF.

It would be great to find out if there has been a similar project somewhere and what experiences have been made. I think one of the biggest challenges we have had was the coordination of teams and misunderstandings in communication as students never met face-to-face. Have you faced similar challenges? How did you approach them?

The iCollaborate Project at Online Educa Berlin 2012

Online Educa Berlin 2012 took place last week, 28th – 30th November. This year, we hosted an Online Educa pre-conference workshop for the first time off-site, directly at Beuth University of Applied Sciences. It was a great 3 hour workshop I did together with Helen Keegan (UK) and Mar Camacho (ES) about the scenarios and experiences from our international collaboration – the iCollaborate project – from summer semester 2012. Besides the pre-conference workshop, me and three of my students presented about iCollaborate experience in the main session last Thursday. Both events were titled:

Enhancing participatory culture: How to design international collaboration with social and mobile media?

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I enjoyed both events a lot. Helen, Mar and me had a chance to meet again, reflect on what we experienced and plan new steps in our collaboration for summer semester 2013. The participation in both events was great, especially the hand-on part of the pre-conference workshop. Everyone seemed to enjoy learning by doing and exploring new ways of participation and shaping the flow of media.

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After all has been said and done, now it’s time for some curation. Here are links to the iCollab OEN12 creations:

Thank you all for the great three days at Online Educa Berlin 2012!

Social Learning #solea11

Mein Beitrag zu #Solea11 ist ein wenig verspätet und dennoch möchte ich noch zu der spannenden Diskussion im Rahmen der Blogparade #Solea11 beitragen. Ich habe mich sehr gefreut als ich über diese Initiative erfahren habe und hoffe, dass die Organisatoren und die Autoren viele interessante Erkenntnisse daraus gewonnen haben. Vielen Dank an Cornelie Picht für die Einladung.

Soweit die kurze Einführung. Nun meine Position zum Thema „Social Learning“:

Social Learning ist ein vielschichtiger Begriff und kann m.E. im weiteren und im engeren Sinne betrachtet werden. Im weiteren Sinne bedeutet Social Learning das gemeinsame Lernen in Gruppen, Netzwerken, Communities. Sicherlich haben Menschen seit je her gemeinsam mit anderen gelernt. Dass soziales Lernen bei unterschiedlich organisierten und industrialisierten Gemeinschaften die Grundlage des Lernens darstellt, wissen wir u.a. aus der ethnographischen Forschung (z.B. die Arbeiten von Lave und Wenger). Auch aus der entwicklungspsychologischen Perspektive wurde mehrmals die Rolle des sozialen Lernens für die Entwicklung des Menschen, vor allem in den ersten Monaten/Jahren des Lebens, betont (z.B. die Arbeiten von Donald Winnicott). Soziales Lernen steht im Zentrum u.a. sozialkognitivistischer (u.a. Bandura) und sozialkonstruktivistischer (u.a. Vygotsky) Ansätze. Dass sich mehrere Wissenschaftler und Disziplinen mit sozialem Lernen schon länger beschäftigen bedeutet jedoch nicht, dass wir bereits alles über soziales Lernen wissen oder dass „soziales Lernen nichts Besonderes“ wäre. Ganz im Gegenteil: Wie die neuste Forschung in sozialen Neurowissenschaften, z.B. zur sozialen Kognition, zeigt, bleibt soziales Lernen ein spannendes Thema, bei dem es noch viel zu entdecken gibt (hier möchte ich vor allem die Arbeiten von António Damásio erwähnen).

Social Learning im engeren Sinne gibt dann es mehrmals. Dieser Begriff wird für verschiedene Lernformen in unterschiedlichen Kontexten verwendet. Hier drei ausgewählte Beispiele: Im Bereich der sozialen Arbeit wird der Begriff „Social Learning“ als Synonym für das Lernen durch soziales Engagement verwendet. In diesem Kontext wird soziales Lernen vor allem als Grundlage und/oder Ergebnis von „Service Learning“, „Civic Engagement“, „Citizen Participation“ und „Community Empowerment“ verstanden.  Soziales Lernen als Begriff gibt es auch im Kontext des organisationalen Lernens. Insbesondere im Bezug auf das Konzept der „lernenden Organisation“ wird soziales Lernen als kollektives Lernen, kollektive Reflexion, Organisationsintelligenz und Organisationsgedächtnis aus Perspektive der Organisationsentwicklung diskutiert. Und dann gibt es auch den Begriff „Social Learning“ im Kontext von E-Learning vor allem E-Learning 2.0. Und auf diesen Anwendungskontext läuft die Diskussion bei #solea11 hinaus.

Was ist also das Besondere am Social Learning im Kontext von E-Learning 2.0? Ich möchte gerne hier zwei folgende Punkte erwähnen:

Lernen durch soziale Vernetzung: Im Gegensatz zu den vorherigen E-Learning-Ansätzen, die man vereinfacht als „E-Learning 1.0“ bezeichnen könnte, gibt es mit dem Aufkommen von Social Media/Web 2.0 eine Tendenz dazu, Lernen als Ergebnis der sozialen Vernetzung zu betrachten. Um den Unterschied mal plakativ darzustellen: während das Augenmerk beim E-Learning 1.0 darauf ausgerichtet war, die Inhalte und Lernwege intelligent zu strukturieren, so dass die Lernenden möglichst effizient ein von „Experten“ festgelegtes Soll erreichen, steht beim E-Learning 2.0 vor allem die Förderung der Vielfalt der Zugänge zum Lernen über die Verknüpfungen im sozialen Netzwerk im Vordergrund. Dabei wird die Rolle der Emergenz, die sich aus den Eigendynamiken der sozialen Beziehungen ergibt, betont. Das „Soll“ wird nicht zwingend vorgegeben. Lernergebnisse entstehen dank der sozialen Vernetzung.

Lernen als soziale Vernetzung: Im E-Learning 2.0 wird das Lernen nicht nur als Ergebnis sondern auch als Prozess der sozialen Vernetzung angesehen. Das Erstellen von Inhalten in einem Netzwerk/einer Community, das gegenseitige Kommentieren von Beiträgen in Blogs, das gemeinsame Erstellen von Inhaltsstrukturen in Wikis werden bereits als wertvolle Lernprozesse angesehen. Zugespitzt gesagt: Während beim E-Learning 1.0 die Lernenden alleine vor dem Rechner WBTs bearbeitet haben, lernt man beim E-Learning 2.0 durch Austausch mit anderen Menschen in Social Media.

Eine spannende Entwicklung zu Social Learning sehe ich auch in der Übertragung der Prinzipien von E-Learning 2.0 auf die herkömmlichen Bildungsszenarien, z.B. in der Hochschullehre. Hier gibt es mehrere Versuche (oft mit einem Experiment-Charakter), die Prinzipien von Kollaboration, Offenheit und Mitbestimmung durch den Einsatz von Web 2.0 in klassischen Settings zu integrieren. Social Learning wird dann sowohl in „internen“ Gruppen, z.B. unter Studierenden, aber auch über die klassischen Grenzen hinaus, z.B. mit „externen“ Experten, Studierenden, praktiziert. „Social“ könnte dann als Ausdehnung der sozialen Vernetzungen und die Einbettung in einem breiteren sozialen Kontext verstanden werden. Zusätzlich können Lernende das Curriculum mit-/bestimmen, angefangen mit den Lernzielen, über Prozesse, Inhalte, Medien bis hin zu Lernergebnissen. Zum anderen werden emergente Entwicklungen als Chance und nicht unbedingt als Störfaktor betrachtet. Neue Bedürfnisse, Fragen, Ansichten, die im Prozess entstehen, werden zu einem integralen Teil einer Lehr-/Lernsituation. Hier könnte „Social“ als Mitbestimmung und Partizipation aufgefasst werden.

Im Prinzip ist der Begriff „Social Learning“ so vielschichtig wie vielschichtig das Wort „Social“ ist. Dazu kommt natürlich noch die Frage was sich unter dem Begriff „Learning“ verbirgt, aber an dieser Stelle mache ich schon Schluss 😉

Netnography

Netnography is ethnographic research adapted to field studies on the Internet. I have been doing this type of research for over two years now in the Mediencommunity 2.0 project and I did not know the name for it!  Again it was the serendipity of the social media that helped me discover the netnography research methodology. Originally developed by Robert Kozinets, netnography seems to have been used especially in online marketing research. Netnography as ethnographic research in the online environment has focused on online communities for providing consumer insight.

However, it is a very broad research programme, encompassing a myriad of qualitative and quantitative methods of ethnographic research, which can be also adjusted and applied to the socio-pedagogical context of learning and collaboration in online communities.  One of the recent netnographic studies for example focuses on studying “cyber cultures“.

What I like about the netnographic approach is that it takes a holistic view on online communities, focuses on the study of cultures emerging on the Internet, is flexibly adaptable to research interests and employs multiple methods for triangulation.

Kozintes, V. Robert (2009): Netnography: Doing Ethnographic Research Online. Sage Publications.