Experiment-OpenBadges

Experiment Open Badges

Last week I gave a keynote on Open Badges at the #JFMH2016 at TU Darmstadt. The title of my keynote was:

Experiment “Open Badges” – potentials and challenges of digital verification of competences in higher education.

Based on the concept of “experiment with a society as a lab” from the field of media sociology, the starting point for my keynote was the thesis that Open Badges like many other novel, digital technologies, are applied directly in educational contexts without prior examination of their potentials and risks. Most of the times digital learning technologies and concepts, such as Open Badges, cannot be validated in controlled settings of a research lab, but are first applied in real-life educational settings and validated only later through experimentation which takes place in a regular course of affairs, within existing organisational structures and processes and involving students, teachers and other subjects.  Also, following the idea of mode 2 of knowledge production by Gibbons et al. (1994), the knowledge about the potentials and risks of novel technologies emerges as a result of an interdisciplinary, connected, open and cross-context interactions of persons involved in such experiments. This is also the case with Open Badges and the knowledge about the possibilities as well as effects of their application being created not only within one (educational) organisation but across diverse and globally distributed communities.

While applying novel technologies and concepts, such as Open Badges, it is important to keep in mind that the effects of experimentation are not always predictable and may have both positive and/or negative effects on the subjects involved. Reflecting the knowledge created following the principles of mode 2 by Gibbons at al. (1994) and taking responsibility for the design and implementation of Open Badges and other novel technologies in (higher) education is connected to a number of ethical and legal questions, some of which have been addressed by Willis, Quick & Hickey (2015).

Here is the link to my slides on SlideShare (slides are in German):

 

Kollaboratives Lernen (2)

Während meiner Recherchen zum Thema “kollaboratives Lernen” bin ich vor Kurzem auf einen interessanten Beitrag von Strijbos et al. (2004) gestossen. Dort wird die Meinung vertreten, dass die beiden verwandten Begriffe, d.h. “kooperatives Lernen” und “kollaboratives Lernen”, bisher noch nicht ausreichend ausdefiniert wurden, um als konzeptuelle Grundlage für das Design von computer-unterstützten kooperativen/kollaborativen Lehr-/Lernszenarien im Sinne von CSCL (Computer Supported Collaborative Learning) bzw. CSGBL (Computer Supported Group-Based Learning) dienen zu können.

Die Autoren setzen sich mit unterschiedlichen Ansätzen zum kooperativen und kollaborativen Lernen auseinander und kommen zur Schlussfolgerung, dass nich eindeutig aufgezeigt werden kann, was kooperatives und kollaboratives Lernen von einander unterscheidet.  Die Autoren erwähnen u.a. die Unterscheidung zwischen Kooperation als Zusammenarbeit in wohl-strukturierten Domänen und Kollaboration als Zusammenarbeit in schlecht-strukturierten Domänen (Slavin, 1997), sowie die Unterscheidung von Kooperation und Kollaboration als zwei Enden eines Kontinuums mit Kooperation als stärker strukturierte und Kollaboration als weniger strukturierte Zusammenarbeit (Millis and Cottell, 1998).

Die Autoren schlagen in diesem Zusammenhang vor, kooperatives und kollaboratives Lernen aus einer prozessorientierten Perspektive der während der Gruppenarbeit stattfindenden Interaktionen analytischer zu betrachten. Sie schlagen drei unterschiedliche Ebenen zur Beschreibung von Interaktionen vor. Diese sind (1) Arten von Beziehungen zwischen Gruppenteilnehmern (Ebene eins), (2) zeitliche Aspekte von Interaktionen (Ebene zwei) und (3) Arten kommunikativer Handlungen (Ebene drei).  Darüber hinaus werden weitere fünf Fakoren zur Beschreibung von kooperativen und kollaborativen Lernprozessen genannt. Diese sind: Lernziele, Aufgabenart, Vorstrukturierungsgrad, Gruppengröße und Art der technsichen Unterstützung.

Obwohl die genannten Beschreibungskategorien bestimmt nicht ausschöpfend sind und auch in Einzelfällen selbst ungenügend ausdefiniert wurden, zeigt der Beitrag von Strijbos et al. (2004), wie komplex die beiden Lernformen sind, wenn man sie in Einzelfaktoren zerlegen möchte.

Literatur:

Strijbos, J.W., Martens, R. L., & Jochems, W.M.G. (2004). Designing for interaction: Six steps to designing computer-supported group-based learning. Computers & Education, Elsevier 42, 2004 (pp. 189-211).

Blogpostarten

Ich bin auf der Suche nach Kategorisierung von Blogeinträgen (Blogposts) und bin bisher überwiegend auf englischsprachingen Internet-Seiten fündig geworden. Der Hintergrud ist der:  Vor ein paar Tagen hat mein Blog PARADYGMAT auf Pontydysgu ein Remake erlebt  – ab jetzt blogge ich mit Joanna im Duett.  Ganz spontan bin ich dann au die Idee gekommen, einen Blogpost aus einem Skype-Gespräch zu machen. Wir haben ganz einfach über unterschiedliche Themen geskyped, den Text rauskopiert und editiert, und als Blogeintrag eingestellt. Das Ergebnis ist das erste Blopost aus der Serie “PLE”.  Ich sehe vor allem die folgenden die Vorteile (z.B. gegenüber Texterstellung im Googledoc):

  • Wir haben in einem authentischen Gespräch andere inhaltliche Aspekte “rausgeholt”, als wir es wahrscheinlich beim Einzelschreiben ausgearbeitet hätten.
  • Den zeitlichen und mentalen Aufwand haben wir nicht als einen großen Kraftakt empfunden. So ein Skype-Gespräch macht einfach Spass und man kann es nebenbei  und zwischendurch führen.
  • Mit der Dialog-Form hoffen wir die Leser mehr mitzunehmen und komplexere Themen leichter verdaulich darzustellen.

Und nun suche ich nach Arten von  Blogpostformaten, um zum einem den Dialog in Paradygmat zu verorten, Erahrungen zu vergleichen und neue Inspiration für die nächten Blogeinträge zu finden. Bei dieser Suche habe ich folgendes gefunden:

Gibt es etwas umfassenderes? Ausführlicheres? Mit Beispielen? Eine empirische Studie?

Transformatives Lernen

Ich habe vor Kurzem via Twitter zu einer Online-Umfrage zum Thema “Web 2.0 Pedagogies” eingeladen und wurde mehremals zu den Hintergründen gefragt.  Nun eine kurze Erläuterung.

Ziel der Umfrage “Web 2.0 Pedagogies” ist es, eine erste Einschätzung zu bekommen, ob und wie Transformatives Lernen als erwachsenenpädagogisches Lernkonzept im Web 2.0-Kontext angewendet wird. Kurz zum Transformativen Lernen: Dieses Konzept geht auf die Theorie des Transformativen Lernens von Jack Mezirow sowie auf die darauf aufbauende Modelle von Robert Boyd und Paolo Freire zurück. Die Theorie des Transformativen Lernen erklärt, wie Erwachsene ihre Bedeutungsstrukturen umwandeln, d.h. wie der Prozess der Transformation der im Laufe  biographischer Entwicklung entstehender Annahmen und Denkgewohnheiten und der anschließende Perspektivenwechsel verlaufen. Diese Transformationsprozesse werden als Lernprozesse angesehen, wobei unterschiedliche Ansätze mehr individuelle oder soziale Veränderungsprozesse stärker in den Blick nehmen. Zentral für die transformative Lernprozesse sind Erfahrung, Reflexion und Diskurs. Betont werden die Rolle der Lehrenden bei der Gestaltung von Rahmenbedingungen für transformative Lernprozesse sowie die Selbstverantwortung der Lernenden für den eigenen Transformationsprozess.

Individuelle und kollektive transformative Lernprozesse sensu Mezirow & Tylor (2009), Cranton (2006) & Co. sind meines Erachtens im Kontext von Web 2.0, Social Software und Online Communities besonders interessant, da sie eine Diskussion und eine Forschungsrichtung eröffnen, in dem gefragt wird, wie tiefgreifende Annahmen und verfestigte Perspetiven durch soziales, venetztes Lernen in Web 2.0 mit den potenziell vielen Räumen für Diversität, Meinungsaustausch, Reflexion und Diskurs so verändert werden können, dass neue, funktionale, permeable und flexiblere Denkstrukturen entwickelt werden können.

Zu diesem Thema werde ich aus der Perspektive des Community-basierten Lernens Anfang Dezember auf der Online Educa in Berlin einen Vortrag halten und über die Ergebnisse der Umfrage zu “Web 2.0 Pedagogies” berichten. Eine Zusammenfassung nach der Konferenz schreibe ich dann auch in diesem Blog.

Vielen Dank an die, die bereits an der Umfrage teilgenommen haben. Ich würde mich auch auf Deine/Ihre Teilnahme  sehr freuen!

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Literatur:

Mezirow, J./Taylor, E. (Hrsg.) (2009) Transformative Learning in Practice. Insights from Community, Workplace, and Higher Education. San Francisco: Josey-Bass.

Cranton, P. (2006) Understandng and Promoting Transformative Learning: A Guide for Educators of Adults. San Francisco: Jossey-Bass.