Gender und Web 2.0

Gestern bei der GML Tagung in Berlin wurden einige Ergebnisse aus dem fe|male Projekt vorgestell, welches Web 2.0-Technologien unter dem Genderaspekt untersucht.  Eine der Aussagen war, dass man anhand der Forschungsergebnisse zur Schlussfolgerung gekommen sei,  dass Blogs eher “mänlich” und Wikis eher “weiblich” sind. Die Erklärung dafür war, dass Jungs dazu neigen, Blogs zur Selbstdarstellung zu nutzen und Mädchen gerne in Wikis kooperieren. Da ich mit dieser Aussage aus der Perspektive eigener Erfahrungen und Beobachtungen nicht konform gehen kann, suche ich nach weiteren Forschungsergebnissen zu Genderunterschieden in der Web 2.0-Nutzung. Kann hier vielleicht einer/eine mit Hinweisen bzw. Links helfen? Auf die Schnelle habe ich Ergebnisse der Studie zur Gender & Weblogs gefunden, welche zeigen, dass 52,8% der Erwachenen-Blogger und sogar 84,4% der Jugendlichen-Blogger weiblich sind. Aber auch in dieser Studie werden Weblogs allzu schnell als “weibliches Format” bezeichnet.  Muss das sein? Meinungen dazu?

2 thoughts on “Gender und Web 2.0

  1. Warum versucht man eigentlich Technologien und Gegenstände in männlich und weiblich zu kategorisieren? Warum soll ein Bohrer männlich und ein Handrührgerät weiblich sein? Oder, wie in deinem Beitrag, wo Blogs und Wikis ein Geschlecht zugeordnet wird. In den meisten Fällen wahrscheinlich, um zu bestimmen/vorherzusagen, wer dieses Ding nutzen soll oder wird. Das vereinfacht z.B. das Marketing… oder? Ist dies eine Form von Stereotypisierung? Diese Form der Klassifizierung/Einteilung ist immer sehr an einen bestimmten Kontext gebunden und befindet sich auch immer im Wandel. Was war der Zweck des Konferenzbeitrags, Wikis und Blogs einem Geschlecht zuzuordnen?

    Viele Grüße
    Anna

  2. Hallo Anna,

    danke für Dein Kommentar. Bei dem Konferenzbeitrag ging es grundsätzlich darum, anhand der Forschungsergebnisse aus zwei Projekten aufuzeigen, wie das Lernen mit Web 2.0 im Schulkontext im Bezug auf Genderunterschiede bei der Mediennutzung methodisch-didaktisch gestaltet werden kann. Den Beitrag findest Du im GML 2010 Tagungsband S. 151 http://www.gml-2010.de/tagungsband/Tagungsband_GML2010.pdf

    Viele Grüße,
    Ilona

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